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Erste Schritte in Richtung Arbeitswelt

05.11.21
 

Abschlussklasse der GMS Pfeffenhausen absolvierte Praktikum. Macht es Spaß im Verkauf zu arbeiten? Ist Elektriker das Richtige für mich? Könnte ich mit Begeisterung Sträucher und Hecken schneiden? Oder ist Koch mein Traumberuf? Das versuchten die Abschlussschüler der Grund - und Mittelschule Pfeffenhausen in der vergangenen Woche herauszufinden.

Die Frage nach dem richtigen Ausbildungsberuf ist gar nicht so leicht zu beantworten und stellt viele Schüler jedes Jahr vor ein Rätsel. Besonders während der aktuellen Corona Pandemie sind jedoch die Zugangsmöglichkeiten zu Betrieben oftmals erschwert. Letztes Jahr mussten zwei Praktika komplett abgesagt werden, Betriebsbesichtigungen vor Ort durften gar nicht erst stattfinden und zahlreiche Berufsorientierungsmaßnahmen mussten Online ins Klassenzimmer geholt werden. Dabei ist gerade für die Abschlussklasse eine umfassende Berufsorientierung unabdingbar. Einen Beruf kann man am besten kennenlernen, wenn man ihn wirklich praktisch erlebt. Viele Firmen scheuten sich jedoch zunächst in der aktuellen Situation Schülerpraktikanten aufzunehmen. Umso erleichterter war Klassenlehrerin Julia Reif schließlich, dass alle 28 Schülerinnen und Schüler der Klasse R9 - zum Teil nach langer Suche - eine Praktikumsstelle gefunden hatten und letzte Woche ihr einwöchiges Schülerpraktikum absolvieren konnten. Dabei waren die Berufsfelder weit gefächert. Vom Altenpfleger, Zahnarzthelferin, über Bäckereifachverkäuferin, Fachkraft für Büromanagement im Landratsamt, Buchhändler, Koch, bis hin zur Fachkraft für Lagerlogistik waren die unterschiedlichsten und vielseitigsten Berufe vertreten. Die Praktikumsbetriebe befanden sich größtenteils in Pfeffenhausen und Rottenburg, aber einige Schüler arbeiteten auch in Landshut, Moosburg, Mainburg oder sogar Ingolstadt. Während die meisten Schüler die ganze Woche über im Betrieb waren, hatten einzelne sogar die Gelegenheit die Firmen zu verlassen und durften bis nach Dachau oder Rosenheim mit auf Baustellen fahren und dort vor Ort bei Kunden arbeiten. Ziel eines solchen Praktikums ist es einen Berufswunsch zu festigen, oder aber auch festzustellen, dass dieser erträumte Beruf vielleicht doch nicht die richtige Wahl ist, indem die Jugendlichen eine Woche lang die unterschiedlichen Arbeitsabläufe und Tätigkeiten kennenlernen und ausprobieren können, so Julia Reif. Es ist in jedem Fall eine Erfahrung fürs Leben. Die Schüler verlassen dabei die Komfortzone Schule und wagen sich auf neues Terrain. Für etliche Schüler war es neu teilweise acht Stunden auf den Beinen zu stehen, andere mussten ihr logisches Denken oder ihre Problemlösefähigkeit unter Beweis stellen, oder mit neuen Leuten in Kontakt treten und unbekannte Situationen ohne die Hilfe von Lehrern und Eltern meistern. Einige Schüler sind dabei über sich selbst hinausgewachsen, betont Reif, die die Schüler vor Ort während ihres Praktikums besuchte.

 

 

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