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Mittelschule im Zeichen der bevorstehenden deutsch-polnischen Schülerbegegnung

Die polnische und die deutsche Flagge wehen vor der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen, ein deutsch-polnisches Begegnungszimmer ist mit deutschen, polnischen Fähnchen, Girlanden und der Europafahne geschmückt.

Es ist wieder Zeit für die deutsch-polnische Schülerbegegnung.

Am Montagabend lernen die Pfeffenhausener Schülerinnen und Schüler ihre polnischen Austauschpartner endlich persönlich kennen, mit denen sie bisher nur Kontakt per Facebook aufgenommen haben. Seit dem Jahr 2002 besteht die deutsch-polnische Schülerbegegnung mit dem Gimnazjum Nr. 1 in Jaworzyna Slaska und der Mittelschule Pfeffenhausen. Durch die interkulturelle Begegnung werden vorhandene Vorurteile gegenüber anderen Kulturen und Menschen abgebaut und durch viele persönliche Erfahrungen Freundschaften über Sprachgrenzen hinweg gepflegt.

Die Schulleitung hofft den polnischen Freunden wieder ein abwechslungsreiches Programm bieten zu können. Am Dienstag gibt es einen offiziellen Empfang an der Schule. Eine besondere Ehre für die Schule ist der Besuch des polnischen Generalkonsul Andrzej Osiak, der zur Begrüßungsfeier extra aus München anreist. Ein Vortrag von Dr. Matthias Kneip soll den Mittelschülerinnen und Mittelschülern interkulturelle Besonderheiten von Polen und Deutschen näher bringen. Nachmittags findet eine Stadtbesichtigung in Landshut statt. Hier interessieren vor allem die polnisch-bayerischen Beziehungen seit der Hochzeit von Herzog Georg und der polnischen Königstochter Jadwiga im Jahr 1475.

Am Mittwoch gibt es einen Tagesausflug nach München. Die polnischen Gäste freuen sich vor allem darauf den Arbeitsplatz von FC Bayern Spieler Lewandowski, die Allianz-Arena, im Original zu sehen. Auch ein Besuch im Bayerischen Landtag, zu dem die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller einlädt, steht auf dem Programm.

Am Donnerstag steht ein Besuch in Regensburg mit Führung und Besuch des ersten Fastfood-Restaurant, der historischen Wurtkuchl auf dem Plan. Am Freitag nehmen die polnischen Gäste an einem Afrika-Projekttag mit der Gruppe BlackandWhite teil. Die Schüler durchlaufen vier Workshops, afrikanisch Singen, Tanzen, Trommeln und erfahren in einem Vortrag wichtige Informationen über den afrikanischen Kontinent.

Samstagfrüh treten die polnischen Gäste ihre Rückreise ins 600 Kilometer weit entfernte Jaworzyna Slaska an.

Besonderer Dank gilt den Gasteltern, den Lehrkräften, dem DPJW und dem Freundeskreis Jaworcyna Slaska-Pfeffenhausen, die dieses Projekt sowohl organisatorisch wie auch finanziell unterstützen. Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch im nächsten Jahr, in Jaworcyna Slaska. Do widzenia!

 

Jaworczyna Slaska ist eine Stadt in Polen

in Niederschlesien. Sie liegt zwischen Breslau und Jelenia Gora und gehört zum Landkreis Swidnica (Schweidnitz).

Seit dem Jahr 2001 besteht die Gemeindepartnerschaft Pfeffenhausen - Jaworczyna Slaska..

Seit dem jahr 2002 findet jährlich ein Schüleraustausch der Volksschule Pfeffenhausen (jetzt: Mittelschule) mit dem Gimnazium Nr. 1 in Jaworczyna Slaska statt.

Das polnische Schulsystem

Bei unserer Partnerschule Gimnazjum Nr 1 handelt es sich nicht um ein Gymnasium in unserem Sinne.

Das polnische Schulsystem sieht keine Aufteilung unterschiedlich begabter Kinder auf verschiedene Schulformen, wie Gymnasium, Realschule oder Haupt- bzw. Mittelschule nach der 4. Klasse vor. Die Kinder werden bis zum Alter von 16 Jahren gemeinsam unterrichtet.

Nach der sechsstufigen Grundschule (szkoła podstawowa, 7. bis 13. Lebensjahr), folgt das für alle Schüler verpflichtende dreijährige Gymnasium (Gimnazjum, entspricht in etwa dem deutschen Sekundarbereich I/Mittelstufe). Der Besuch von Grundschule und Gimnazjum ist für alle polnischen Schüler verpflichtend. Die Schulpflicht endet nach 9 Jahren.

Nach dem Gimnazjum haben die Schüler unter anderem die Möglichkeit auf dem dreijährigen Lyzeum das Abitur mit Hoschschulzulassung zu erreichen, in eine berufliche Ausbildung zu wechseln oder eine Berufsschule zu besuchen, die eine Facharbeiterausbildung vermittelt und meist zwei bis drei Jahre dauert.

 

Dzien Dobry

Die nächste deutsch-polnische Schülerbegegnung findet

 

16.10.2017 – 21.10.2017

in Jaworzyna Slaska statt.

Wir freuen uns auf unsere polnischen Freunde.

 

Deutsch-polnische Schülerbegegnung 2016 in Jaworczyna Slaska

Müde, aber mit vielen neuen Eindrücken kehrten 20 Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen zusammen mit ihren Betreuern Lehrerin Karin Dasch, Rektorin Gabriele Lechner und Studienrat an Mittelschulen, Hans Meier, am Freitagabend nach Pfeffenhausen zurück.


Sie hatten eine Schulwoche in der Pfeffenhausener Partnerstadt Jaworczyna Slaska bei ihren Austauschschülerinnen und –schülern sowie in einer Jugendherberge in Swidnica (Schweidnitz) verbracht. Ein Ausflug nach Wroclaw (Breslau) sowie eine nachdenklich stimmende Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Groß-Rosen gehörten zum kulturellen Programm. Während einer Erkundungstour durch Breslau lernten die Schüler unter anderem den Skytower, das höchste Wohn- und Geschäftsgebäude Osteuropas, die Dominsel und die Altstadt kennen. Auch eine Besichtigung der protestantischen Friedenskirche in Schweidnitz stand auf dem Programm.


Beeindruckend war ein Besuch mit interkulturellem Workshop in der internationalen Jugendbegegnungsstätte in Krzyżowa/Kreisau zusammen mit den polnischen Kindern. Krzyżowa/Kreisau ist bekannt durch mehrere Treffen der Widerstandsgruppe gegen das Naziregime „Kreisauer Kreis“ unter Helmuth James von Moltke. Es ist ein Ort für Jugendbegegnungen mit Teilnehmern aus der ganzen Welt aber auch ein Ort, an dem geschichtsträchtige Treffen, wie die deutsch-polnische Versöhnungsmesse im Jahr 1989 mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem polnischen Ministerpräsidenten Mazowiecki stattfanden. Mit diesem Treffen vor mehr als 25 Jahren begann ein neues Kapitel in den deutsch-polnischen Beziehungen. Dieser Tag diente dem intensiven Kennenlernen der polnischen Austauschpartner. Bei verschiedenen Kennenlernspielen und einem Sprachkurs „Polnisch und Deutsch für Anfänger“ erprobten und erweiterten die Kinder ihre kommunikativen Fähigkeiten im Umgang miteinander und beschäftigten sich mit der Geschichte des Gutes Kreisau.


Auch die Wirtschaft Polens wurde den Schülern und Schülerinnen mit einem Besuch in der Porzellanfabrik Karolina näher gebracht. Die vielen gemeinsamen Aktivitäten wie Polnisc-Unterricht, gemeinsames Essen am Lehrertag, Tanz und Musik, Spiele und Workshops trugen dazu bei, sich gegenseitig besser kennen zu lernen.


Unternehmungen mit den polnischen Gastfamilien vermittelten den deutschen Jugendlichen Eindrücke über das Alltagsleben der Austauschschüler. Die Verständigung bereitete kaum Schwierigkeiten, weil die polnischen Schüler Deutsch und Englisch in der Schule lernen und auch viele Eltern mehr oder weniger gut Deutsch sprachen. Viele Freundschaften wurden geschlossen und die Gastfreundschaft war großartig, teilte erste Schülersprecherin Christina Butz mit. Nach der Verabschiedung, bei der besonders viele Tränen flossen, ging es über Görlitz, Dresden und Plauen zurück nach Pfeffenhausen.

Info zu den Fotos:

 

 

Die deutschen Schülerinnen und Schüler vor dem Schloss der Familie von Moltke in Kreisau

Deutsch-polnisches Grillfest in Kreisau

 

 

Stadtführung Breslau

Zwerge - Neue Wahrzeichen von Breslau

Freilichtausstellung "Mut und Versöhnung" mit symbolischen Händedruck von Bundeskanzler Helmut Kohl und Tadeusz Mazowiecki als symbolischen Schlusspunkt des tragischsten Kapitels der deutsch-polnischen Geschichte

Ausstellungstafel Kreisau