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„SAPperlot-Pfeffenhausen“ beim Regionalwettbewerb der FLL

09.12.18
 

Mittelschule Pfeffenhausen beteiligt sich am Wettbewerb FirstLegoLeague an der OTH Regensburg

Der Wettbewerb FirstLegoLeague ist ein weltweites Programm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technik heranführen möchte. Jedes Jahr steht der Wettbewerb unter einem neuen Thema, das sich stets auf die aktuelle Entwicklung und Situation in der Welt bezieht. In diesem Jahr lautet das Thema „Into Orbit – Leben und Reisen im Weltall“. Austragungsort für Südbayern ist die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg.

Bereits zum zweiten Mal beteiligte sich eine Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern der Klassen 7-9 der Mittelschule Pfeffenhausen am Wettbewerb First LegoLeague. Unter der fachkundigen und ehrenamtlichen Leitung von Martin Auer, Head of Cloud Security, SAP und mit Unterstützung ihrer Lehrkräfte Sonja Stigler und Konrektor Klaus Werner findet jeweils montags die Robot-AG am Nachmittag statt. Hier lernen die Schüler einen Lego-Mindstorm Roboter, EV3MEG zu so zu programmieren, dass dieser mit einem IR-Sensor lernt einer Linie zu folgen und Hindernissen auszuweichen oder auch mit einem zusätzlichen Sensor Farben zu erkennen. Die AG Robotik besteht seit dem Schuljahr 2017/18 an der Mittelschule Pfeffenhausen. Auf Initiative von Martin Auer sponserte die Firma SAP die Spielfeld-Grundausstattung. Mit Geldern vom Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen konnte eine Robotergrundausstattung im Wert von rund 600 € angeschafft werden, vier weitere Roboter sind eine Leihgabe der Mittelschule Kronwinkl-Ast.

Die engagiertesten Schüler der Robot-AG bilden das Team „SAPperlot“ und beteiligen sich beim weltweiten Wettbewerb FirstLegoLeague. Wer Neues kennenlernen will und große Ziele hat, muss auch manchmal seine Zeit opfern. Bereits in den Sommerferien trafen sich einige engagierte Kinder und Lehrer mit Coach Martin Auer an der Schule, um die Fahr-Roboter auf Basis des LEGO EV3-Programmier-Steines zusammenzubauen. Coach Martin Auer gilt mit seiner fachkundigen Expertise als Motor der Robot-AG an der Mittelschule Pfeffenhausen. Er wird demnächst mit seiner Expertise in einer schulhausinternen Lehrerfortbildung die Lehrer der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen im Umgang mit den Minicomputern Calliope schulen, damit auch die Lehrer das damit zusammen hängende und für Kinder motivierende, digitale Wissen kennenlernen und an die Schüler weitergeben können.

Beim Wettbewerb FirstLegoLeague wird den Teilnehmern der Gedanke des Teamgeistes vermittelt, die Schüler werden angeregt komplexe Aufgaben mit kreativen Lösungen zu bewältigen. Sie planen, programmieren und testen einen Roboter. Nach 8-wöchiger Vorbereitungszeit nahm das Pfeffenhausener Team „SAPperlot“ am letzten Samstag zusammen mit insgesamt 16 Teams aus Süddeutschland am Regionalwettbewerb teil. Rektorin Gabriele Lechner, Konrektor Dr. Klaus Werner, Lehrerin Sonja Stigler und Schülervater Frimberger begleiteten die Gruppe nach Regensburg. Auch die Lehrkräfte Maximilian Ammer und Thomas Christl ließen es sich nicht nehmen die Pfeffenhausener Schüler an der OTH zu besuchen und mental zu unterstützen. Lehrer und Schüler fieberten bei den einzelnen Aufgaben mit und drückten dem Team „SAPperlot Pfeffenhausen“ die Daumen.

Der FLL-Roboterwettbewerb besteht aus den vier Teildisziplinen: Forschungspräsentation, Robot-Design, Teamspiel und Robotgame.

Beim Forscherauftrag erforschen und entwickeln die Teams Ideen und Lösungen zum Jahresthema „Into Orbit“. Die Pfeffenhausener Schüler erforschten hierbei das Pflanzenwachstum von Kresse und Mungbohnen, die als mögliche Vitaminquelle für Astronauten bei Weltraummissionen dienen könnten. Mit Hilfe einer Waschmaschinentrommel vom Wertstoffhof, als Modell für ein Weltraumstationsmodul, ausgekleidet mit Steinwolle, einer Lichtquelle im Mittelpunkt, Infusionsflasche und Infusionsschläuchen zum Bewässern,  sowie Samen und Keimlingen in Säckchen, erläuterten die Neuntklässlerinnen Selina Weingartner und Michelle Greis der Jury ihre Forschungsarbeit. Die Forschungspräsentation lag in der Zeit und kam gut bei der Jury an. Die Gruppe belegte einen erfolgreichen 3. Platz unter allen 16 Forschergruppen in dieser Disziplin.

Beim Robot-Design stellten Lorenz Frimberger und Leander Ostermeier als Vertreter der Robot-AG ihren selbst entworfenen und programmierten Roboter einer Jury vor, erklärten Greifarme, Räder und Sensoren.

Beim Teamspiel musste die Pfeffenhausener Gruppe beweisen, dass sie ein echtes Team ist. Es galt gemeinsam innerhalb von 5 Minuten aus zehn Spaghetti, einem Bindfaden, einem Klebeband und einem Marshmellow eine möglichst hohe Rakete zu bauen, die 15 Sekunden stehen konnte.

Die vierte Kategorie Robotgame gilt als Herzstück des Wettbewerbs. Hier ist es die Aufgabe einen Roboter im Vorfeld für ein bestimmtes Spielfeld so zu programmieren, dass er möglichst viele Missionen erledigt. Innerhalb von 2 Minuten und 30 Sekunden galt es in drei Durchläufen, auf zwei parallelen Tischen, im großen Hörsaal der OTH, mit dem Lego-Roboter Aufgaben auf dem Spielfeld zu bewältigen. Lorenz und Leander bewiesen große Nervenstärke, während der Roboter über die tischtennisplattengroße Weltraum-Landschaft schnurrte und eine Aufgabe nach der anderen lösen sollte, was in der ersten Vorrunde leider nicht sofort gelang. Der Wettkampf ist immer auch Kampf gegen die Nerven und ein Test der Konzentrationsfähigkeit, muss doch die zu lösende Disziplin in einer genau festgelegten Zeit der Fachjury vorgestellt werden. Von den insgesamt 16 Teams waren 9 Teams Schüler aus Gymnasien und aus 6 Teams Schüler aus Realschulen. Die Gruppe „SAPperlot“ aus Pfeffenhausen war die einzige Mittelschule und erreichte in der Gesamtbewertung den 11. Platz. Doch galt das Motto: Dabei sein ist alles. Die Pfeffenhausener Schüler erweiterten auf jeden Fall ihren Horizont, überwanden Ängste, bewiesen großen Mut und Teamgeist und stärkten ihr Selbstbewusstsein. Der lang anhaltende Beifall von Jury, Coaches, Eltern, Lehrern und Fans nach der Präsentation und bei der Siegerehrung sind der Lohn für die Vorbereitungen.

 

 

Nun hofft die Gruppe auf ein Fortführen der Lego-Robotik-AG, um auch im kommenden Jahr in Regensburg mit dabei zu sein. Leider müssen die vier Leih-Roboter demnächst wieder zurückgegeben werden. Eine sinnvolle, nachhaltige und motivierende Auseinandersetzung mit der Thematik ist jedoch nur gegeben, wenn die Kinder der Robot-AG in Kleingruppen an mehreren Robotern arbeiten können, so dass jedes Kind ohne lange Wartezeiten zum Programmieren kommt. Schulleitung und Schüler hoffen auf Sponsoren, die dieses pädagogisch sinnvolle, jedoch nicht ganz billige Projekt, mit Robotern unterstützen, damit  die Schüler während der AG-Zeiten ihre Programmierkenntnisse weiterhin verbessern und auch im kommenden Jahr wieder begeistert bei der FirstLegoLeague mit dabei sein können.

Wir bedanken uns bei Coach Martin Auer von der Firma SAP für die Unterstützung.

Info zu den Fotos der Reihe nach:

 

Teamwork: Spaghetti-Rakete

Robot Design Leander und Lorenz erklären der Jury ihren selbstgebauten Roboter

Robotgame

Präsentation des Forscherauftrags mit Weltraumgewächshausmodul

 

FirstLegoLeague-Teilnehmer der Mittelschule Pfeffenhausen im großen Hörsaal der OTH Regensburg

Programmier- Lagebesprechung der Robot-Gamer Leander Ostermeier und Lorenz Frimberger mit Coach Martin Auer

 

 

 

 

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