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Pfeffenhausener Mittelschüler zum dritten Mal bei der FirstLegoLeague

24.11.19
 

Bereits zum dritten Mal beteiligte sich eine Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern der Klassen 5-9 der Mittelschule Pfeffenhausen am Wettbewerb First LegoLeague. Unter der fachkundigen und ehrenamtlichen Leitung von Martin Auer, Head of Cloud Security, SAP und mit Unterstützung von Robotic-AG-Leiterin Sonja Stigler fand in den letzten zwei Monaten montags die Robot-AG am Nachmittag statt. Hier lernen die Schüler einen Lego-Mindstorm Roboter, EV3MEG zu so zu programmieren, dass dieser mit einem IR-Sensor lernt einer Linie zu folgen und Hindernissen auszuweichen oder auch mit einem zusätzlichen Sensor Farben zu erkennen.

Die AG Robotik besteht seit dem Schuljahr 2017/18 an der Mittelschule Pfeffenhausen. Auf Initiative von Martin Auer sponserte die Firma SAP die Spielfeld-Grundausstattung. Mit Geldern vom Förderverein und vom Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen konnte eine Robotergrundausstattung angeschafft werden, vier weitere Roboter sind eine Leihgabe der Mittelschule Kronwinkl-Ast. Die engagiertesten Schüler der Robot-AG bilden das Team „SAPperlot“ und beteiligen sich beim weltweiten Wettbewerb FirstLegoLeague

Wer Neues kennenlernen will und große Ziele hat, muss auch manchmal seine Zeit opfern. Beim Wettbewerb FirstLegoLeague wird den Teilnehmern der Gedanke des Teamgeistes vermittelt, die Schüler werden angeregt komplexe Aufgaben mit kreativen Lösungen zu bewältigen. Sie planen, programmieren und testen einen Roboter. Nach 8-wöchiger Vorbereitungszeit nahm das Pfeffenhausener Team „SAPperlot“ am letzten Samstag zusammen mit insgesamt 14 Teams aus Süddeutschland am Regionalwettbewerb an der OTH Regensburg teil. Rektorin Gabriele Lechner, Lehrerin Sonja Stigler und die Schülereltern Hubert, Selimi und Späth begleiteten die Gruppe nach Regensburg.

Auch Schulamtsdirektor Michael Kugler und einige Pfeffenhausener Lehrkräfte ließen es sich nicht nehmen die Pfeffenhausener Schüler an der OTH zu besuchen und mental zu unterstützen. Schulamtsdirektor Kugler sprach allen Schülern ein großes Lob für ihr Engagement und ihr Können aus. Lehrkräfte und Schüler fieberten bei den einzelnen Aufgaben mit und drückten dem Team „SAPperlot Pfeffenhausen“ die Daumen.

Der FLL-Roboterwettbewerb besteht aus den vier Teildisziplinen: Forschungspräsentation, Robot-Design, Teamspiel und Robot-Game. Beim Forscherauftrag erforschten und entwickelten die Teams Ideen und Lösungen zum Jahresthema „City Shaper“. Die Pfeffenhausener Schüler planten hierbei eine neue Schulturnhalle mit einer Hopfenstangen-Außenverkleidung als identitätsstiftendes Merkmal der Hallertau.

Eine begrünte Dachterrasse mit Photovoltaikanlage und Riesenrutsche zum Pausenhof hin ergänzten das Bauwerk.  Sue-Anne und Mike Ludwig, Felix Schindler und Leander Ostermeier erläuterten der Jury ihre Forschungsarbeit und das Turnhallenmodell. Die Forschungspräsentation lag in der Zeit und kam gut bei der Jury an. Die Gruppe belegte einen erfolgreichen 3. Platz unter allen 14 Forschergruppen in dieser Disziplin. Beim Robot-Design stellten Marvin Hubert, Adrian Hobelsberger und Clemens Späth als Vertreter der Robot-AG ihren selbst entworfenen und programmierten Roboter einer Jury vor, erklärten Motoren, Greifarme, Räder und Sensoren. Ganz unkonventionell wurde bei der anschließenden Vorführung Spucke benutzt, um den Roboter-Rädern eine bessere Bodenhaftung zu verpassen.

Beim Teamspiel musste die Pfeffenhausener Gruppe beweisen, dass sie ein echtes Team ist. Es galt gemeinsam innerhalb von 5 Minuten ein mehrstöckiges Kartenhaus zu bauen, was nicht so recht gelingen wollte.Die vierte Kategorie Robot-Game gilt als Herzstück des Wettbewerbs. Hier ist es die Aufgabe einen Roboter im Vorfeld für ein bestimmtes Spielfeld so zu programmieren, dass er möglichst viele Missionen erledigt. Innerhalb von 2 Minuten und 30 Sekunden galt es in drei Durchläufen, auf zwei parallelen Tischen, im großen Hörsaal der OTH, mit dem Lego-Roboter Aufgaben auf dem Spielfeld zu bewältigen.

Marvin und Adrian bewiesen große Nervenstärke, während der Roboter über die tischtennisplattengroße Landschaft schnurrte und eine Aufgabe nach der anderen lösen sollte, was in den ersten beiden Vorrunden leider nicht sofort gelang. Der Wettkampf ist immer auch Kampf gegen die Nerven und ein Test der Konzentrationsfähigkeit, muss doch die zu lösende Disziplin in einer genau festgelegten Zeit der Fachjury vorgestellt werden. Von den insgesamt 14 Teams waren 12 Teams Schüler aus Gymnasien und ein Team von der Realschule Neufahrn.  


Die Gruppe „SAPperlot“ aus Pfeffenhausen war die einzige Mittelschule und erreichte in der Gesamtbewertung den 10. Platz. Doch galt das Motto: Dabei sein ist alles. Die Pfeffenhausener Schüler erweiterten auf jeden Fall ihren Horizont, überwanden Ängste, bewiesen großen Mut und Teamgeist und stärkten ihr Selbstbewusstsein. Der lang anhaltende Beifall von Jury, Coaches, Eltern, Lehrern und Fans nach der Präsentation und bei der Siegerehrung sind der Lohn für die Vorbereitungen.