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Mittelschule Pfeffenhausen rollte den roten Teppich für Abschlussschüler aus

24.07.20
 

Fünf Absolventen mit Note 1 vor dem Komma

Es war eine ungewöhnliche Abschlussfeier der beiden neunten Klassen an der Mittelschule Pfeffenhausen. Traditionell wird dieses Ereignis mit einem festlichen Gottesdienst und vielen Gästen gefeiert. Statt in der großen Turnhalle, wo coronabedingt nur ein Elternteil hätte teilnehmen dürfen, fand die Feier in diesem Jahr bei strahlendem Sonnenschein in zwei Schichten auf dem Pausenhof statt. Die Eltern mussten mit reichlich Abstand voneinander Platz nehmen. Auf ein üblicherweise exklusiv zubereitetes Fünf-Sterne-Büffet und einer Bewirtung der Gäste und der Schulabgänger musste dieses Mal verzichtet werden. Bis vor einer Woche waren noch 50 Personen in Innenräumen und 100 Personen auf dem Außengelände erlaubt. Nun sind es doppelt so viele. Ständig änderten sich die Bedingungen, was Schulleitung und Lehrkräften viel Kreativität abverlangte. Immer wieder musste nachgerechnet werden, ob nur ein Elternteil oder doch mehrere Begleitpersonen teilnehmen durften. Chorgesang war ebenfalls untersagt, Getränke gab es nur To Go. 

Die Feier wurde dennoch festlich, nett und würdevoll. Dazu trug nicht nur die festliche Kleidung der jeweils 36 Schülerinnen und Schüler bei, die ihre Abschlusszeugnisse erhielten. Auch der Rahmen der Veranstaltung, insbesondere der geistliche Impuls von Pfarrerin Veronika Mavridis und Pfarrer Günter Müller sowie die Reden der Ehrengäste erinnerten daran, dass diese Abschlussfeier ganz besonders war an der Mittelschule Pfeffenhausen. Und es gab eine Besonderheit mehr, um die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 zu verabschieden: den roten Teppich.

Corona zog sich wie ein roter Faden durch die Reden. Rektorin Gabriele Lechner erinnerte an Plexiglas-Spuckschutzwände und Nasen-Mundschutz-Masken, die ein Zeichen dieser Zeit seien.  Nichts sei mehr so ist wie vor Corona. Während der Schulschließung und dem damit verbundenen Fernunterricht waren Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein von den Schülerinnen und Schülern gefordert. Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit gehörten untrennbar zum Erwachsenwerden dazu und seien wichtige Bausteine eines glücklichen Lebens, betonte die Rektorin. Bürgermeister Florian Hölzl bedankte sich für die Einladung und wünschte den Absolventen alles Gute für die Zukunft. Bürgermeister Michael Ostermayr zeigte sich sehr stolz, weil die drei Qualibesten in diesem Schuljahr alle aus Obersüßbach kamen. Er erinnerte daran, dass auch er im Jahr 1981 seine Schulzeit an der damaligen Volksschule Pfeffenhausen beendete und heute als erster Bürgermeister der Gemeinde Obersüßbach vorsteht.

In Vertretung der Elternschaft der Klasse 9a überbrachte Elternbeiratsvorsitzender Helmut Liewald seine guten Wünsche an die Absolventen. Michaela Kersten als Klassenelternsprecherin der Klasse 9b dankte der Lehrerschaft für das Engagement. Die beiden Klassenlehrkräfte, Konrektorin Alexandra Schuster-Grill und Max Ammer lobten die Anstrengungsbereitschaft der Jugendlichen im vergangenem Schuljahr, vor allem unter Corona-Bedingungen, wo sie ihre Schüler einige Wochen nur online betreuen konnten. Die Zeugnisübergabe erfolgte unter Abstandswahrung und nach Überschreiten des roten Teppichs. Die Schülerinnen und Schüler erhielten von ihren Lehrkräften eine Rose, alkoholfreien Sekt zum Anstoßen auf das Ende der Mittelschulzeit und Notfallpillen, um gut durch die Krisen des Lebens zu kommen.

 

Alle Neuntklässler bestanden den erfolgreichen Abschluss an Mittelschulen. Von den 36 Schülerinnen und Schülern, die sich der besonderen und freiwilligen Leistungsfeststellung, dem sogenannten Quali unterzogen, hatten fünf eine eins vor dem Komma: Magdalena Liewald, Nico Hartmann, Clemens Späth, Vanja Jucic und Maceij Olszewski. Die drei Qualibesten, Magdalena Liewald, Nico Hartmann und Clemens Späth erhielten aus den Händen von Bürgermeister Florian Hölzl für ihre hervorragenden Leistungen Buchgeschenke vom Schulverband Pfeffenhausen-Obersüßbach. Vom sichtlich stolzen Obersüßbacher Bürgermeister Ostermayr erhielten die drei Besten ein extra Präsent. Magdalena Liewald und Nico Hartmann gehören mit ihrem Notenschnitt zu den Landkreisbesten. Ihnen überreichte Bürgermeister und Kreisrat Florian Hölzl, in Stellvertretung von Landrat Peter Dreier, jeweils eine Urkunde als Anerkennung für ihre Leistungen. Dem scheidenden Elternbeiratsvorsitzenden Helmut Liewald überraschte Rektorin Lechner mit einem schriftlich ausgestellten „Super-Zeugnis“ und einem Geschenkkörbchen. Studienrätin/MS  Karin Dasch, Lehrerin Regina Roithner, Pfarrerin Mavridis und Schüler Lukas Steckenbiller trugen mit Klavier-, Gitarre - und Kongabegleitung sowie wunderschönen festlichen Liedern, unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, zu sehr würdevollen Abschlussfeiern bei.

Spätestens beim Abschiedslied “All das wünsch ich dir“ war die Rührung bei so manchem Anwesenden nicht zu übersehen.